Genusswelten – Lecker Hamburg

Sankt Peter-Ording: Zweite Heimat inklusive
März 18, 2019

Man nehme: einen Trip nach Hamburg oder einen freien Nachmittag, wenn man sowieso schon dort ist, Unternehmungslust, gutes Wetter (doch, das geht auch hier) und ein wenig Appetit. Und schon steht Eurem genussvollen Spaziergang durch die Speicherstadt und die HafenCity, der Euch an fünf kulinarischen Stationen vorbeiführt, nichts mehr im Wege! Genauso habe ich es auf dem Hamburger Genusswelten Instawalk gemacht, zu dem mich das Kölln Haferland eingeladen hat. Das Wetter passte perfekt, es war Wochenende und Appetit ohne Ende war vorhanden. Start war am Haferland, doch ihr könnt die Tour auch in umgekehrter Reihenfolge machen und dort erst am Ende einkehren, je nachdem ob ihr vorher oder nachher vielleicht noch einen Bummel durch die City machen wollt. Das Haferland ist der Spot, der am dichtesten an der Innenstadt und nah an der Mönckebergstraße liegt, die anderen Stationen befinden sich alle in der HafenCity bzw. Speicherstadt. Gemütliche 2,6 Kilometer liegen vor uns, ich bin startklar.

Start im Kölln Haferland

Start: Kölln Haferland – Steinstraße 27

Im Haferland stärkten wir uns erst einmal mit leckerem Fingerfood und Haferdrinks, lernten uns kennen und hatten ausreichend Zeit, uns im Café inkl. Laden umzusehen. Man kann dort nicht nur Kaffee trinken, leckeres Müsli frühstücken oder Kuchen und andere Snacks genießen, sondern direkt auch alle Kölln-Produkte vor Ort kaufen. Besonders cool ist, dass man sich dort sein eigenes Lieblingsmüsli aus der Hafermühle mischen lassen kann. Entweder zum sofort essen oder für zu Hause. Kennengelernt haben wir dort auch Susan, unseren Tourguide. Sie hat uns nicht nur zu den einzelnen Locations geführt, sondern vor allem dafür gesorgt, dass es unterwegs nicht langweilig wurde und uns mit allerlei Infos zu den Hamburger Sehenswürdigkeiten auf der Strecke versorgt. Susan macht das übrigens hauptberuflich: mit ihrem Unternehmen Rosinenfischer bietet sie kulinarische und sinnliche Stadtführungen in Hamburg zu den unterschiedlichsten Themen an, die immer Genuss mit Informationen verbinden. Ihr könnt die Genusswelten-Tour natürlich auch auf eigene Faust machen, aber mit Susan im Schleppau habt ihr ehrlich gesagt noch mehr davon. Einfach mal auf Ihrer Seite durchklicken und inspirieren lassen!

In dem Flyer gibts was für lau 🙂

Und noch was: an jeder der fünf Stationen bekommt ihr diesen Flyer. Darin enthalten sind Coupons, die ihr dann jeweils an der entsprechenden Location gegen einen leckeren Goodie einlösen könnt. Wer vorbereitet sein will, kann sich die Coupons auch schon vorher hier herunterladen (einen pro Person! :)): Genusswelten-Coupons.

Die Tür zum Glück

Süß, süßer, Chocoversum – Meßberg 1

Vorbei am Chilehaus steuerten wir dann unsere 2. Station, das Chocoversum by Hachez an, der Traum (oder Albtraum) eines jeden Schokijunkie. Wie entsteht aus einer bitteren Kakaobohne dieses verdammte Hüftgold und schmeckt eigentlich Schokolade mit Balsamico? All das kann man im Schokoladenmuseum lernen und selbst probieren und die Leuchtbuchstaben “GLÜCKLICH”, die uns dort in der Schokowerkstatt empfingen, kommentierten wir nur einstimmig mit einem bejahenden Kopfnicken. Mit unserer selbst gezauberten Tafel Schokolade nahmen wir dann am Ende ein Stück vom Glück mit nach Hause.

Schokoladenmuseum Chocoversum: Just happy

3. Stop: Public Coffee Roasters

Was passt besser zu Schokolade als ein richtig guter Kaffee? Nicht viel. Und den genießen wir direkt im Anschluss auf unserem Weg in die Speicherstadt bei der Hamburger Rösterei Public Coffee Roasters. Geröstet wird der gute Stoff in einem ehemaligen Zollhaus auf der Elbe, trinken kann man ihn bisher in drei Cafés in Hamburg: im Klein und Fein in der Wexstraße (Neustadt), im Gemütlich und Luftig am Goldbekplatz (Winterhude) und im Gemütlich und Historisch an der Brandstwiete, wo wir uns gerade befinden. Serviert wird uns frisch aufgebrühter Filterkaffee, den man am besten für sich genießt und dabei feststellt: dazu brauche ich keine aufgeschäumte Milch, keine Ablenkung, keinen zusätzlichen Geschmack. Kaffeegenuss pur. Und von der Terrasse aus habt ihr zusätzlich einen tollen Blick auf die Speicherstadt. Und offensichtlich auch freies W-LAN, denn die Anzahl der aufgeklappten Notebooks war auffällig hoch in diesem sehr sympathischen Laden. Ich muss da wohl nochmal hin. 🙂P

Public Coffee Roasters

Brandstwiete 3

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 7.30 – 18.00
Sa-So: 10.00 – 18.00

Danach überqueren wir nur einmal die Straße und schon sind wir mittendrin in der historischen Speicherstadt, die mich auch nach fast neun Jahren, die ich mittlerweile in Hamburg lebe, immer wieder begeistert. Die Verbindung der alten Speicherhäuser mit den modernen Neubauten der HafenCity ist einmalig und auch an diesem sonnigen Apriltag wieder sehr gut besucht mit Besuchern und Einheimischen. Es gibt einfach so viel zu entdecken dort, so viele Details und ist für mich jedes Mal wie ein kleiner Kurzurlaub. Sightseeing in der eigenen Stadt und ich kann mit dem Rad hinfahren. Besser geht es nicht.

Hamburg with a smile 🙂
UNESCO-Weltkulturerbe: Hamburger Speicherstadt

In einem der alten Speicherhäuser befindet sich das…

…Spicy’s Gewürzmuseum – Am Sandtorkai 34

…und der Besuch dort war für mich auf jeden Fall Premiere! Sobald man die Räume betritt, ist man regelrecht eingehüllt in einer Welt aus exotischen Gerüchen und Düften und fühlt sich wie auf einem Gewürzbasar am anderen Ende der Welt. Hamburg ist plötzlich ganz weit weg für mich. Ich bin ehrlich gesagt überraschend fasziniert. Viola, die Inhaberin des Spicy’s , war viele Jahre im internationalen Gewürzhandel tätig und hat viele der Ursprungsländer selbst bereist, aus denen die Gewürze stammen. So entstand die Idee, ihr Wissen weiterzugeben und sie eröffnete vor über 25 Jahren das Museum in dem Hamburger Speicherhaus. Lernen kann man dort alles über Gewürze was man wissen möchte, ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass es weltweit “nur” rund 50 Rohgewürze gibt, alles andere sind Mischungen.

Fassade des Museums (Quelle: Spicy’s)
Der Duft der weiten Welt (Quelle: Spicy’s)

P.S.: Salz ist übrigens kein Gewürz, sondern ein Mineral. Kleiner Klugscheißer-Tip am Rande. 🙂

Im Anschluss wartet auch schon die letzte Genusswelten-Station auf uns. Mit der (nach eigenen Angaben des Inhabers) längsten Terrasse der HafenCity und mit direktem Blick auf den Museumshafen, lassen wir den Nachmittag bei einer frischen Tasse Tee ausklingen.

Last Order: Meßmer Momentum – Am Kaiserkai 10

Auf über 700 Quadratmetern erschließt sich uns hier nach der Welt der Gewürze die faszinierende Welt des Tees. Neben einem sehr schönen Café kann man sich im Meßmer Momentum dort über die Herkunft und Verarbeitung von Tee informieren und Schulungen buchen, in denen man unter anderem die korrekte Zubereitung von Tee sowie dessen Unterschiede bei einer Teeverkostung kennenlernt. Im Tee-Shop lohnt sich definitiv auch ein Besuch, da es dort außergewöhnliche Sorten und Mischungen zu kaufen gibt, die im Einzelhandel nicht erhältlich sind.

Der Tee ist fertig!

Gute 3, 5 Stunden waren wir nun unterwegs und ich bin nicht nur satt von den vielen leckeren Snacks und Verköstigungen, sondern auch voller neuer Eindrücke, Inspirationen und Informationen. Und wie oben schon beschrieben, wer sich unterhaltsam durch die Tour führen lassen möchte, klickt hier: Rosinenfischer.de 🙂

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