Amrum. Ein kleines Stück vom Glück.

Das Arborea Marina Resort in Neustadt – Maritimer Lifestyle an der Ostsee
September 13, 2020

Amrum. Ein kleines Stück vom Glück.

Es ist erst 7 Uhr, als ich aufwache. Das vorletzte Wochenende im Oktober. Draußen ist es nicht mal richtig hell, aber man kann es schon erahnen: der Tag wird gut, auf jeden Fall wettertechnisch. Das sollte er auch, denn ich habe vor, mich heute ausschließlich auf dem Fahrrad fortzubewegen und so die Insel Amrum an der schleswig-holsteinischen Westküste zu erkunden. Ich bin das erste Mal hier und in gespannter Vorfreude, schließlich kenne ich schon zwei der insgesamt fünf nordfriesischen Inseln sehr gut. Also wird mich auch Amrum sicher begeistern, aber wird es mich auch noch überraschen? Zwei Kaffee und ein Frühstück später geht es los.

Der 1. Wow-Moment

Ich schnappe mir das Fahrrad, das mir von meinem Hotel in Norddorf zur Verfügung gestellt wurde und schon nach den ersten Minuten, als ich den Ort hinter mir lasse und den Weg in die Felder einschlage, muss ich anhalten. Sekundenglück. Die Morgensonne glitzert hinter mir im Meer, auf den Wiesen grasen friedlich die Pferde und dazu diese u n g l a u b l i c h e Ruhe. Um mich herum nichts als Natur, milde Herbstsonne und ich. Ich nähere mich den Pferden, um ein paar Bilder zu machen, was auf Desinteresse ihrerseits stößt und obwohl ich mich an einer Landstraße Richtung Nebel befinde, ist außer mir niemand da. Oder ich habe einfach niemanden wahrgenommen? Ich meine, ihr kennt doch diesen Moment, in dem man einfach nur denkt: Wahnsinn. Wahnsinnig schön. Und das war so einer.

Schweren Herzens reiße ich mich los, denn wie soll ich die Insel schaffen, wenn das so weitergeht? Außerdem bin ich verabredet, in 15 Minuten schon! Um 10 Uhr treffe ich mich mit Lars von Amrum Touristik an der Nebeler Mühle. Ich mache trotzdem noch ein paar kleine Foto-Stops und bin mir sicher, er wird Verständnis haben, falls ich zu spät komme.

Im Sonnenschein nach Nebel 🙂

Denn in erster Linie bin ich gerade unheimlich froh und dankbar, dass ich überhaupt hier sein kann!

…was vorher geschah…

Das stand nämlich in den letzten Tagen aufgrund der Corona-Pandemie plötzlich richtig auf der Kippe: Hamburg entwickelte sich pünktlich kurz vor meinem geplanten Amrum-Wochenende zum Risikogebiet und Schleswig-Holstein hielt zu dem Zeitpunkt noch am Beherbergungsverbot fest und verlangte einen “frischen” negativen Corona-Test. Ich ließ mich also einen Tag vor Abreise noch testen, fischte Freitag früh den erfolgreich bestandenen Test (yes!) bei meinem Hausarzt raus und dann nichts wie ab auf die Autobahn nach Dagebüll zur Fähre. Das war schonmal geschafft! Von Hamburg aus dauert es rund 2 Stunden zur Fähre, die Überfahrt mit der Autofähre dauert 90 Minuten, wenn man “direkt” (also ohne Zwischenstop auf Föhr) fährt. Wer ohne Auto auf die Insel möchte, kann auch den Adler Express (Personenfähre) ab Nordstrand nehmen. Ich nehme die Fähre um 13 Uhr ab Dagebüll, lasse mein Auto aber auf dem Festland stehen.

Endlich: Das Schiff legt ab.

Und dann der Moment, auf den ich mich schon die ganze Woche so sehr gefreut habe: das Schiff legt ab, der Alltag bleibt auf dem Festland zurück und auf mich wartet ein Wochenende nur für mich. Ohne Familie, ohne Kinder, ohne Absprachen, Kompromisse und Entscheidungen für andere treffen müssen. #metime heißt sowas heute. Wie auch immer, ich kaufe mir ein Alsterwasser, suche mir ein Plätzchen draußen an Deck, Sonne im Gesicht. Ich atme tief durch, wir passieren Föhr und ich bin nun noch gespannter auf Amrum. Um 14:30 legen wir an.

Und dann stehe ich am nächsten Morgen pünktlich an der Mühle im hübschen Friesendorf Nebel.

Die Amrumer Mühle in Nebel

Hyggealarm in Nebel

Das Set: Reetgedeckte Häuser, Heckenrosen, Kopfsteinpflaster, süße Cafés, ein traumhaftes Naturschutzgebiet und überall wo man hinschaut: Einfach nur schön! Das dachte sich offensichtlich auch Netflix, die dort gerade einen Film produzieren, denn ständig stießen wir bei unserem “Nebel-Walk” auf Schilder, die uns mit Pfeilen Richtung Nebeler Strand zum “SET” führen wollten. Ein Krimi werde dort gedreht, erklärte mir Lars, was kein Grund ist, gleich auszuflippen, denn die beschauliche Insel war schon oft Drehort für Filmproduktionen. Die Amrumer nehmen es gelassen und nur selten stört sich jemand daran, wenn hier ein Film-Team unterwegs ist oder eine der kleinen Gassen gesperrt ist.

Amrum hat nämlich den höchsten Zweitwohnsitz-Anteil in Schleswig-Holstein, was der Insel natürlich einerseits schmeichelt, dass so viele Menschen Amrum so lieben. Auf der anderen Seite stehen diese Häuser dann vor allem in den Wintermonaten leer und die Einheimischen selbst finden wiederum kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Kein neues Phänomen, was ja auch auf Sylt zum Beispiel bekanntermaßen großes Problem ist. Auf Amrum hätte ich bis zu diesem Tag nicht damit gerechnet, allerdings wird mir schnell klar, warum der gestresste Großstädter dort investiert. Ich muss mich nur umschauen: die liebevollen Gärten, die Ruhe, kurze Wege ans Meer und doch hat man dort alles was man braucht. Es gibt sehr schöne friesische Cafés, gute Restaurants und süße Läden zum Stöbern. Allerdings ist es vermutlich im Sommer auch “etwas” trubeliger als an diesem sonnigen Oktoberwochenende.

Das Öömrang Hüs in Nebel: Ein typisches Kapitänshaus aus dem 18. Jahrhundert, in dem heute ein Museum untergebracht und zu sehen ist, wie die Amrumer früher gelebt haben.
So kann man wohnen….:-)
…oder so…
…auch das geht…
Historisches Kapitänshaus mit dem typischen Eingangsbereich mit Windfang

Kennt ihr schon den berühmtesten Amrumer?

2 Stunden bummeln wir tatsächlich durch den Ort, machen noch einen Abstecher ins das weitläufige Naturschutzgebiet des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und einen Stop an der St.-Clemens-Kirche, wo gerade eine Braut einmarschiert. Die vernachlässigen wir allerdings, denn Lars stellt mir zunächst einmal einen der berühmtesten Insulaner vor: Auf dem Friedhof der erzählenden Grabsteine ist er zu Hause und heißt Hark Olufs.

Geboren 1708 heuerte er bereits mit 12 Jahren als blonder Matrose auf dem Schiff seines Vaters an, welches dann drei Jahre später von Piraten entführt wurde. Hark wurde als Sklave nach Nordafrika verkauft, eine Lösegelderpressung scheiterte unglücklich. Doch in Hark steckte ein kleiner Abenteurer und er schlug sich weiter tapfer durch, konvertierte zum Islam und stieg bei der algerischen Armee ein. Er war fasziniert von der arabischen exotischen Kultur, stieg zum Oberbefehlshaber auf und spielte bei der Eroberung von Tunis eine entscheidende Rolle. Mit nur 30 Jahren wurde er dann in die Freiheit entlassen, sprach mittlerweile mehrere Sprachen und kehrte in seine Heimat nach Amrum zurück. Dort lebte er ein unbeschwertes Leben und galt für die Einheimischen immer als kleiner Exot, da er seinen arabischen Kleidungsstil beibehielt und es in der großen weiten Welt so weit gebracht hatte.

Ich kann wirklich nicht behaupten, dass ich grundsätzlich auf Friedhöfe stehe, aber dieser ist wirklich außergewöhnlich, da auf jedem Grabstein liebevoll eine Geschichte zu der verstorbenen Person erzählt wird. Ein wirklich besonderer Ort.

Weite, Wind und Watt: Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Unser Spaziergang endet wieder an der Nebeler Mühle und ich verabschiede mich von Lars. Nun auf mich allein gestellt, gehts wieder auf’s Rad, einmal durch Süddorf auf die Landstraße Richtung Wittdün. Der 1. Stop wäre eigentlich der Amrumer Leuchtturm gewesen und gerne wäre ich die 197 Stufen hoch gegangen. Immerhin ist es einer der höchsten Leuchttürme der deutschen Nordseeküste. Aufgrund der Corona-Pandemie blieb mir der Weg nach oben leider versperrt, aber da ich ja wiederkomme, hebe ich mir den Ausblick von oben eben für meinen nächsten Besuch auf.

Amrumer Leuchtturm
©Amrum Touristik

Vom allein unterwegs sein…

Ich bin jetzt richtig angekommen. Auf der Insel und bei mir. Schließlich bin ich auch hier, um mal ein Wochenende nur für mich zu haben, ohne Familie, ohne Kinder. Ich genieße das total und gehöre zu den Menschen, die glücklicherweise supergut allein sein können, ohne sich zu langweilen. Im Gegenteil. Oft langweilt man sich ja in Gesellschaft sogar mehr oder? Einfach mal den Tag so für mich hin eumeln, ohne Absprachen, alleine Neues entdecken, mal rechts und links fahren, vom Weg abkommen, sich treiben und überraschen lassen. Das kann mal ein Nachmittag oder auch wie auf Amrum ein ganzes Wochenende sein, was natürlich noch besser ist ;-). Ich habe vor kurzem auf Instagram auch mal einen Post dazu gemacht und die meisten sind genauso begeistert vom allein unterwegs sein oder wollen es unbedingt “lernen”. Lernen mit sich alleine zu sein, denn wenn man das aushält und das sogar genießt, ist man frei. Das Gefühl, dass man in Zeiten, in denen es keiner mit Dir aushält oder umgekehrt, immer noch sich selbst hat, ist ungemein beruhigend. Vor sich selber sollte man nämlich nicht weglaufen.

Kurs auf Wittdün

So, ich muss weiter und mein Herz hüpft bei dem Gedanken, dass mir noch der ganze Nachmittag, Abend und der halbe Sonntag für mich bleibt. Schnell bin ich in Wittdün und werfe natürlich erstmal einen Blick auf DEN Strand: Den Kniepsand, eine Sandbank, die der Insel ein weiteres Superlativ beschert: mit 2 Kilometern Breite hat Amrum einen den breitesten Strände Norddeutschlands. Ich beschließe allerdings, den Strand im nächsten Sommer zu erobern, denn mich zieht’s irgendwie weiter auf die Wattseite. Am Fähranleger vorbei geht ein wunderschöner Radweg die Bucht entlang bis Nebel, wo ich den Weg Richtung Dünen einschlage. Ich bin überrascht von der vielfältigen Landschaft: Farbenfrohe Heideflächen, Wald (Amrum ist die waldreichste Nordseeinsel!) und dann die riesige Dünenlandschaft. Ich könnte einfach ewig weiterradeln.

Naturschutzgebiet Amrumer Dünen

Caketime Baby

Und jetzt? Ich glaub ich hab nen Sauerstoffschock, so gut fühle ich mich. Dazu den ganzen Tag die Oktobersonne, das Fahrradfahren, ich bin hungrig, glücklich und erschöpft zugleich. Es ist später Nachmittag und mein Körper ruft: heißer Kakao und Kuchen! Dann Wellness! Schließlich hatte ich noch gar keine richtige Gelegenheit, das Hotel mal so richtig zu inspizieren und zu genießen. Aber erst einmal Kalorienzufuhr im Café Schult in Norddorf, was praktischerweise nur 300 Meter vom Hotel entfernt ist, mehr geht heute echt nicht mehr. Von zwei unabhängigen Stellen wurde mir das Café empfohlen und der Kuchen sieht einfach nur gigantisch aus. Absolut “instagrammable” lachte mich die Marshmallowtorte an, aber ich habe mich für mein Bauchgefühl entschieden und zu der bestimmt viel gesünderen Blaubeertorte gegriffen. Ich hatte mich leider nicht getraut, direkt 2 Stückchen zu ordern, dabei waren meine Augen seeehr groß an der Kuchentheke. Die Portionen aber zum Glück auch.

#metime im Hotel Seeblick

Nun aber ab ins Warme, ein bisschen durchgefroren bin ich jetzt doch. Eingecheckt habe ich für das Wochenende im Hotel Seeblick in Norddorf, was bereits in vierter Generation geführt wird, aktuell von Nicole und Gunnar Hesse. Mit Nicole sitze ich ich vor meiner Abreise noch auf ein Käffchen zusammen und sie erzählt mir unter anderem von der Zeit des Lockdowns im Frühjahr. Zunächst ein Schock, doch so ein Familienbetrieb hält zusammen, zumal einige Mitarbeiter schon sehr lange dabei sind und so haben sie das Beste draus gemacht. Nach den anfänglichen Formalitäten und der Entwicklung eines Hygienekonzepts, wurde man halt kreativ! Die Chefin Nicole begeistert sich sehr für Inneneinrichtung und Dekoration und hat die 22 neu renovierten Zimmer selbst geplant und nach eigenen Ideen gestalten lassen. Und es ist richtig richtig schön geworden, eine Mischung aus Scandi style und maritimen Elementen mit dezenten schönen Farben. Während des Lockdowns hat sie fleißig an neuen Konzepten für die 14 Ferienwohnungen gearbeitet, die in einem Nebengebäude des Hotels untergebracht sind. Es wurden Spieleabende mit den Mitarbeitern organisiert, Event-Ideen für das Hotel ausgetüftelt und ehrlicherweise: ja, so eine Insel ohne Touristen, das hat auch schon was und die Einheimischen haben auch das genossen. Eine besondere Zeit, die wohl niemand jemals vergessen wird.

Hotel Seeblick
© Hotel Seeblick Genuss und Spa Resort Amrum

Kuschelzeit & Dinner

Doch zurück. Bademantelzeit! Ich liebe es ja, mich allein im Hotelzimmer auszubreiten und überall meine Sachen zu verteilen. Schnell in den Bademantel geschlüpft, der für mich bereit liegt und runter ins Spa. Der Indoor-Pool sieht zwar sehr cool aus, doch ich mag mich nicht mehr bewegen heute und steuere direkt die Sauna an. Corona-Regel Nr. 1 im Seeblick: Nur ein Haushalt in der Sauna! Ich habe Glück, keiner drin und ich bin nur ein Haushalt, Check. Eine Sauna nur für mich und kein anderer darf rein. Hat nicht nur Nachteile dieses kleine Virus. Im Ruheraum döse ich noch ein wenig weg…

© Pool- und Spa-Bereich im Seeblick

Eine Stunde später sitze ich total erholt und entspannt im Hotel-Restaurant und entscheide mich für eine Krabbenrahmsuppe, Wolfsbarsch und zum Dessert für eine Crème brûlée. Ihr seht schon, auch ich hatte Entscheidungen zu treffen, die nicht einfach waren. Und lecker war es! Bei einem Glas Rotwein genieße ich es richtig, gerade mit niemandem sprechen zu müssen. Ich mache ein paar Insta-Stories und beobachte. Das Restaurant ist voll, da es auch für Nich-Hotelgäste geöffnet ist. Direkt neben mir, nur durch eine Plexiglasscheibe getrennt, sitzt ein Pärchen. Sie reden irgendwie auch nicht viel mehr als ich und wenn dann flüstern sie, was ich aber auch ein bisschen verstehen kann. Klar höre ich zu! 🙂

La Grande Finale: Die Odde

Sonntag, Abreisetag. Doch eine Mission habe ich noch: Ohne die Umrundung der nördlichsten Inselspitze, der Amrumer Odde, fahre ich nicht nach Hause. Lars sagte mir, ich solle ungefähr 3 Stunden Fußmarsch einplanen und ich freue mich so drauf! Nach dem Frühstück bin ich startklar und dann das: Regen! Es sieht düster aus am Himmel, Mist, hätte ich die Tour doch gestern bei Sonnenschein gemacht! Oder lieber doch nicht? Sonne kann doch jeder und Regen offensichtlich an dem Tag nur ich. Einziger Farbtupfer sind meine roten Gummistiefel und ich stapfe los. Und wer sagt’s denn, kaum bin ich am Strand, hört der Regen erstmal auf und ich habe Rückenwind.

Alles ist jetzt…

Und dann sind da die nächsten Stunden nur das Meer, der Strand, deren Bewohner und ich. Kein Mensch nirgends und das ist wohl das schönste Geschenk an diesem Morgen. Ich laufe an der Wasserkante entlang, Kapuze fest zugezogen und merke plötzlich, dass ich…singe. Warum? Weil ich’s einfach kann in dem Moment? Wann läuft man schonmal in der Natur und ist ganz alleine? Warum fühl ich mich so frei in dem Moment? Weil mich absolut nichts und niemand stört. In meinem Tempo, meinen Gedanken. Da ist es wieder, das Schöne am allein unterwegs sein. Je mehr ich mich der nördlichsten Inselspitze nähere, umso mehr Vögel begegnen mir am Ufer, spielen im Wasser, jagen nach Beute, die Kleinen tapsen im flachen Wasser umher. Ich komme mir ein bisschen vor, als sei ich ein Besucher in ihrem Zuhause, aber sie stören sich nicht an mir. Ich bleibe eine Weile und schaue Ihnen zu, wie sie in ihr Spiel vertieft sind, höre nur das Meer rauschen und…Tränen kullern bei mir. Ich weiß gar nicht genau wieso, ich bin nicht traurig. Im Gegenteil. Einfach nur gerührt und dankbar für den Moment. Und innerlich total gelöst und frei.

Ziel erreicht: Jordsand an der Amrumer Odde

…das Leben ist kurz, zu kurz für ein langes Gesicht…

Nach rund 1,5 Stunden erreiche ich die Inselspitze, wo sich tatsächlich Seehunde tummeln, allerdings markiert ein Band “bis hierhin und nicht weiter”, sodass es für ein Seehund-Selfie nicht gereicht hat. 😉 Es fängt wieder leicht an zu regnen, ich umrunde die Spitze und mache mich auf der anderen Seite auf den Rückweg. Niesel mit Gegenwind. Es ist mir so egal, ich strahle immer noch. Kurz vor bevor ich den Strand verlasse, von wo es dann auf Holzbohlen durchs Naturschutzgebiet wieder zurück in den Ort Norddorf geht, kommt mir ein Pärchen entgegen. Sie fragen mich, ob ich die Nordspitze umlaufen bin und ob das heute geht? Ich sage “klar, da sind sogar Seehunde”. Sie strahlen auch und laufen los. Vielleicht hatten sie ja auch das Glück, zu zweit aber allein dort zu sein.

Danke an Amrum Touristik für die Einladung auf Eure schöne Insel, Lars für die kurzweilige und interessante Führung durch Nebel, das Team vom Hotel Seeblick für die gemütliche Unterkunft und Danke an an Anne und Nuray von primo PR für die tolle Organisation.

Eure Melli

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4 Kommentare

  1. Kathrin Paulmann sagt:

    Liebe Melli,
    vielen Dank für deine schönen Zeilen.
    Sie haben mich an die Jahre meiner schönsten Urlaube auf dieser wunderschönen Insel erinnert….als ich noch ein “wir” war. Wir fuhren die ersten Jahre im Oktober und bekamen durch die Zeitumstellung auch noch eine geschenkte Stunde dazu. Als die Herbste wärmer wurden, schwenkten wir um und fuhren immer zum Biikebrennen. Einmal hatten wir sogar drei Wochen lang Schnee.
    Sie hat sich in meinem Herzen eingebrannt…dieses Amrum. Diese raue Insel hat eine immerwährende Wärme in mir hinterlassen. Und durch deine Beschreibungen sind die 13 Jahre, die ich nicht mehr dort war, wie weggeblasen. Nochmals vielen vielen Dank dafür.
    Herzliche Grüße
    Kathrin

    • Melli sagt:

      Liebe Kathrin,

      da geht mir das Herz auf. Das freut mich sehr, dass ich Dich wieder ein wenig in die Zeit zurückversetzen konnte. Ich finde die Insel auch wirklich außergewöhnlich schön und werde sie im nächsten Jahr sicher wieder besuchen.
      Liebe Grüße aus dem schönen Norden!
      Melli

  2. Anja sagt:

    Liebe Melli! Wie wunderschön geschrieben, es spiegelt genau meine Empfindungen wieder. Ich bin seit 16 Jahren immer im März 8 Tage ganz allein auf Amrum. Eine Zeit, die ich so unglaublich und mit den gleichen Gefühlen und Gedanken genieße wie du. Zeit für mich. Abschalten. Keine Termine,
    kein Arbeitsstress. Draußen sein, lesen, essen, schlafen. Mehr nicht. Durch Corona konnte ich im März nicht fahren, aber auf die letzte Oktober-Woche verschieben. Und ja, dann bangte auch ich plötzlich wieder! Ich wohne aber in Schleswig-Holstein, also ging es. Ich hatte meine Ferienwohnung in Nebel bis zum 1. November gebucht, ab 2. November musste man die Insel verlassen. Puh, Glück gehabt! Es war ein anderer Aufenthalt als im März und natürlich anders durch Corona, aber wieder wunderschön
    Mit geladenen Batterien bin ich wieder nach Hause gefahren und hoffe auf den März 2021!
    Danke für deinen Bericht! Alles Liebe und bleib gesund!
    Anja

    • Melli sagt:

      Hallo Anja, danke für die lieben Worte! Dann haben wir uns ja knapp verpasst, ich war vom 23.-25.10. dort 🙂 Hattest Du ein Glück, dass es noch geklappt hat, das war ja haarscharf. Ich bin optimistisch, dass es im Frühjahr sicher wieder möglich wird, muss man ja 😉 Und dann werde ich sicher auch nochmal hinfahren! Trotz Corona konnte ich aber im Prinzip alles machen was ich sonst auch gemacht hätte: Draußen sein, Rad fahren und Kuchen essen geht ja zum Glück immer, was will man mehr 😉 LG und ich drücke Dir die Daumen für März!
      Liebe Grüße, Melli

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